ODOOWORX
AGB
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
ODOOWORX inh. Andreas Barner,
Edeltraudstrasse 80, 81827 München — E-Mail: info@odooworx.de — Website: www.odooworx.de
(nachfolgend „Anbieter")
Stand: 13. April 2026
§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge, die über den Webshop www.odooworx.de oder auf sonstigem Wege zwischen dem Anbieter und dem Kunden geschlossen werden.
(2) Der Anbieter bietet zwei Kategorien von Leistungen an:
- Digitale Produkte: Odoo-Addons, Module, Apps und sonstige Software (nachfolgend „Software")
- Dienstleistungen: Odoo-Implementierung, Migrationsberatung, Schulungen (insbesondere Claude-KI-Schulungen) und sonstige IT-Beratungsleistungen
(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
(4) Diese AGB gelten gegenüber Verbrauchern (§ 13 BGB) und Unternehmern (§ 14 BGB). Soweit einzelne Regelungen nur für eine Gruppe gelten, ist dies ausdrücklich angegeben.
§ 2 Vertragsschluss
(1) Die Darstellung von Produkten und Leistungen auf www.odooworx.de stellt kein rechtlich bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots (invitatio ad offerendum) dar.
(2) Durch Klicken der Schaltfläche „Zahlungspflichtig bestellen" (oder gleichbedeutender Schaltfläche) gibt der Kunde ein verbindliches Angebot auf Abschluss eines Kaufvertrages ab.
(3) Der Vertrag kommt zustande, wenn der Anbieter das Angebot durch Versendung einer Auftragsbestätigung per E-Mail oder durch Bereitstellung des digitalen Produkts annimmt.
(4) Der Vertragstext (Bestelldetails, AGB) wird nach Vertragsschluss gespeichert. Der Kunde kann ihn über sein Kundenkonto einsehen.
§ 3 Digitale Produkte — Nutzungsrechte und Lizenz
Vor jeder Installation, Aktualisierung oder Deinstallation eines digitalen Produkts von ODOOWORX ist eine vollständige Sicherung (Backup) der Odoo-Datenbank zwingend erforderlich. Bei fehlender Datensicherung besteht kein Haftungsanspruch für Datenverluste oder daraus entstehende finanzielle Schäden. Der Kunde bestätigt diese Pflicht durch Kaufabschluss.
(1) Mit dem Kauf eines digitalen Produkts erwirbt der Kunde ein nicht-exklusives, nicht übertragbares Nutzungsrecht an der Software für die im Angebot genannte Anzahl von Odoo-Installationen (Domains/Instanzen).
(2) Die Software darf ausschließlich für den im Kaufvertrag vereinbarten Zweck genutzt werden. Eine Weitergabe, Weiterveräußerung, Unterlizenzierung oder öffentliche Zugänglichmachung der Software an Dritte ist ohne schriftliche Zustimmung des Anbieters untersagt.
(3) Quellcode-Modifikationen zu eigenen, nicht-kommerziellen Zwecken sind gestattet, sofern die ursprüngliche Urheberrechtsangabe erhalten bleibt. Eine gewerbliche Verwertung modifizierter Versionen bedarf der schriftlichen Zustimmung des Anbieters.
(4) Die Lizenz gilt für die im Angebot genannte Lizenzperiode (einmalig, monatlich oder jährlich). Bei Abonnements verlängert sich die Lizenz automatisch um die vereinbarte Laufzeit, sofern nicht spätestens 14 Tage vor Ablauf schriftlich gekündigt wird.
(5) Bei schwerwiegendem Verstoß gegen diese Nutzungsbedingungen ist der Anbieter berechtigt, Lizenzschlüssel mit sofortiger Wirkung zu deaktivieren.
§ 4 Dienstleistungen (Beratung, Implementierung, Schulungen)
(1) Der Umfang der Dienstleistung ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot oder der schriftlichen Leistungsbeschreibung. Mündliche Nebenabreden bedürfen der schriftlichen Bestätigung.
(2) Der Anbieter erbringt Schulungsleistungen und Beratung nach dem Stand der Technik und mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns.
(3) Schulungen und Beratungsleistungen werden — soweit nicht anders vereinbart — als Werkvertrag (Ergebnisschuld) oder als Dienstvertrag (Tätigkeitsschuld) durchgeführt. Die genaue Einordnung ergibt sich aus der Leistungsbeschreibung.
(4) Der Kunde stellt dem Anbieter rechtzeitig alle für die Leistungserbringung erforderlichen Informationen, Zugänge und Mitwirkungshandlungen zur Verfügung. Verzögerungen aufgrund mangelnder Mitwirkung des Kunden gehen nicht zu Lasten des Anbieters.
(5) Schulungen vermitteln Kenntnisse und Methoden. Ein Lernerfolg wird nicht als Erfolg im Sinne eines Werkvertrages geschuldet, sofern nicht ausdrücklich schriftlich vereinbart.
§ 5 Preise und Zahlung
(1) Alle Preise verstehen sich — sofern nicht ausdrücklich anders angegeben — als Nettopreise zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer.
(2) Die Zahlung ist sofort fällig und erfolgt über die im Bestellprozess angebotenen Zahlungsmethoden. Bei Rechnungskauf gilt eine Zahlungsfrist von 14 Tagen ab Rechnungsdatum.
(3) Bei Abonnements wird der Betrag am Beginn jeder Abrechnungsperiode fällig.
(4) Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe zu berechnen (§ 288 BGB: 5 % p. a. gegenüber Verbrauchern; 9 % p. a. gegenüber Unternehmern über dem Basiszinssatz). Das Recht zur Geltendmachung weiterer Schadensersatzansprüche bleibt unberührt.
(5) Der Anbieter behält sich vor, Preise für Abonnements mit einer Ankündigungsfrist von 30 Tagen zum Ende der laufenden Periode anzupassen.
§ 6 Bereitstellung digitaler Produkte
(1) Digitale Produkte werden dem Kunden nach erfolgter Zahlung per E-Mail oder über sein Kundenkonto als Download oder Lizenzschlüssel bereitgestellt.
(2) Der Anbieter bemüht sich, Produkte unverzüglich nach Zahlungseingang bereitzustellen, spätestens jedoch innerhalb von 24 Stunden.
(3) Software-Updates, Bugfixes und neue Versionen werden — im Rahmen der jeweiligen Lizenzlaufzeit — als kostenlose Updates bereitgestellt, soweit dies technisch und wirtschaftlich zumutbar ist und keine grundlegend neue Version (Major Release) darstellt.
§ 7 Widerrufsrecht
Verbraucher haben das gesetzliche Widerrufsrecht. Für digitale Produkte und Dienstleistungen gelten besondere Regelungen. Die vollständige Widerrufsbelehrung sowie das Muster-Widerrufsformular finden sich auf unserer gesonderten Widerrufsseite.
§ 8 Gewährleistung
(1) Für digitale Produkte richtet sich die Mängelhaftung nach den gesetzlichen Vorschriften des BGB (§§ 434 ff., 475b ff. BGB) sowie dem Gesetz über digitale Inhalte und digitale Dienstleistungen.
(2) Ein Mangel liegt vor, wenn die Software die vereinbarte Funktionalität nicht erfüllt. Abweichungen, die auf der konkreten Odoo-Konfiguration des Kunden, auf Drittmodulen oder auf Änderungen an der Odoo-Kern-Software beruhen, begründen keinen Mangel.
(3) Für Dienstleistungen: Soweit Dienstleistungen als Werkvertrag geschuldet sind, hat der Anbieter Mängel nachzubessern. Schlägt die Nachbesserung zweimal fehl, kann der Kunde mindern oder — bei wesentlichen Mängeln — vom Vertrag zurücktreten.
(4) Gegenüber Unternehmern beträgt die Verjährungsfrist für Mängelansprüche 12 Monate ab Gefahrübergang (Abweichung von § 438 BGB gemäß § 438 Abs. 3 BGB).
(5) Gegenüber Verbrauchern gilt die gesetzliche Gewährleistungsfrist von zwei Jahren.
§ 9 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.
(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur, wenn eine wesentliche Vertragspflicht (Kardinalpflicht) verletzt wurde. In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(3) Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter nur, wenn der Kunde zumutbare Datensicherungsmaßnahmen ergriffen hatte und der Schaden auch bei ordnungsgemäßer Datensicherung eingetreten wäre.
(4) Weitergehende Haftungsansprüche — insbesondere für Folgeschäden, entgangenen Gewinn oder mittelbare Schäden — sind ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.
(5) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch für die persönliche Haftung der gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
(6) Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.
Für detaillierte Informationen zur Haftung bei Softwarenutzung siehe unseren Haftungsausschluss.
§ 10 Datenschutz
Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt gemäß unserer Datenschutzerklärung, die Bestandteil dieser AGB ist.
§ 11 Geistiges Eigentum
(1) Alle Rechte an der bereitgestellten Software, Dokumentation, Schulungsmaterialien und sonstigen Inhalten verbleiben beim Anbieter oder dessen Lizenzgebern.
(2) Der Kauf begründet ausschließlich das in § 3 beschriebene Nutzungsrecht. Urheberrechtliche Hinweise, Markenzeichen und sonstige Schutzrechtsvermerke dürfen nicht entfernt oder verändert werden.
§ 12 Geheimhaltung (B2B)
Beide Parteien verpflichten sich, alle im Rahmen der Zusammenarbeit erhaltenen vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei vertraulich zu behandeln und nicht ohne vorherige schriftliche Zustimmung an Dritte weiterzugeben. Diese Verpflichtung gilt für die Dauer des Vertrages und drei Jahre danach.
§ 13 Salvatorische Klausel und Änderungen der AGB
(1) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
(2) Der Anbieter behält sich das Recht vor, diese AGB jederzeit zu ändern. Änderungen werden dem Kunden per E-Mail oder über das Kundenkonto mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Mitteilung, gelten die geänderten AGB als vereinbart. Auf dieses Widerspruchsrecht wird der Anbieter in der Änderungsmitteilung ausdrücklich hinweisen. Gegenüber Verbrauchern gelten Änderungen nur, wenn der Verbraucher ausdrücklich zugestimmt hat.
§ 14 Anwendbares Recht und Gerichtsstand
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
(2) Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus und im Zusammenhang mit diesen AGB ist — soweit gesetzlich zulässig — der Sitz des Anbieters.
(3) Für Verbraucher mit Wohnsitz in der EU gilt ergänzend das zwingende Verbraucherrecht des jeweiligen Wohnsitzstaates.
(4) Die EU-Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung bereit: https://ec.europa.eu/consumers/odr/